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 Sauna Mökki 4 mit Lounge

Was tun, wenn nach zwei heißen Sommern die einheimischen Fichten entweder verdursten oder durch Käfer tödlich geschädigt werden? 

 

A: Verbrennen

B: Harvestern und zu Spanplatten verkleben

C: Zu Blockhütten verarbeiten

D: Der Natur seinen Lauf lassen

 

Eigentlich wäre D richtig, die Fichten dienen als Grundstoff für neues Leben. Ich wähle C und verzögere den Prozess. Das Holz wird erhalten und dient als Unterkunft mit Heizung. Unbehandelt wird es viel später verbrannt (A). 

Unterkunft ist in diesem Fall eine Blockhütte mit Naturbelassen Stämmen. Die Stämme werden von Hand geerntet, auf Länge gesägt und zum Bauplatz in der Wedemark transportiert. 

 

Normaler Weise werden das Blockhaus (Mökki) in der Wedemark vorgefertigt. Das ist das Zeitaufwendigste. Stämme längen, anpassen und Tür/Fenster sägen. Holzabschnitte, Späne und Lärm bleibt in der Wedemark. Dann wird abgebaut, nummeriert und zum Standort transportiert. Dort gedichtet aufgebaut, Boden, Decke und Dach montiert. Innenausbau wird in der Wedemark vorgefertigt und am Standort angepasst. Elektrik mit Licht und Ofen installiert. Betriebsbereit. 

Möglich ist auch ein Bau am Standort. Die Logistik ist höher, was sich im Preis wiederspiegelt. 

 

Noch mal in Bildern zum mitbauen:

Beispiel Mökki 4 links und einer Lounge (Offenes Mökki) rechts

 

Am Anfang steht das Angebot, die Spezifikation und die Holzernte. Ist das alles geklärt, geht es los auf dem Bauplatz in der Wedemark.

Holzlieferung

Bauplatz im Grünen

Vor der Verwendung der Stämme werden sie entrindet und mit hochdruck geputzt. Restliche Äste werden abgeschnitten. 

Die ersten Stämme bekommen eine Verbindung nur mit einen Freiheitsgrad, nämlich nach oben. Die kleinen Steinplatten sind die Auflagepunkte. Am Standort sind das Betonsockel. Foto ist vom Kran aus gemacht, ohne Kran geht es nicht. Ein großer Stamm links wiegt um die 200kg. 

Hier die besondere Verbindung der unteren Lage

Der Standpunkt des Kranes ist durch die beschränkte Reichweite klug zu wählen. Hier ist schon zu erkennen, das die Gegengewichte bei steigender Höhe mit dem Mökki kollidieren. Jeder Stamm wird angepasst, gesägt, gestemmt und sollte dann einfach gelegt werden können. Meist sind kleine Nacharbeiten nötig, damit es eine satte Verbindung gibt. 

Jeder Stamm ist unterschiedlich und bedarf liebevoller Anpassung

und der nächste Stamm

Die Form des unteren Stammes wird mit einem Zauberzirkel übertragen. 

gesägt und ausgestemmt

fast fertig zum legen, nur noch schleifen

Eine Wespe versucht Eier zu legen, eine anders Insekt schlüpft nach 3 Jahren im Stamm. Beides wird durch Erhitzen (Sauna) des Holzes unterbrochen. 

Nicht nur er macht das Leben schön

Ab einem höheren Bauabschnitt wäre es schön, fliegen zu können. Ab jetzt mit Gerüst und Leiter. 

Eine Nachtschicht.

Und irgendwann, nach 10-15 Lagen kommt der Dachbalken in die Mitte und der Kran an sein Ende. 

Hier oben bitte Vorsicht

Und immer wieder die Stamme zum Anpassen nach unten. 

Noch die Dachschrägen angepasst, lasergenau und 5,8 PS

Die Balken liegen, Tür und Fenster gesägt. 

Dachkante auf Länge bringen

Nut für die Bodenbretter einbringen

Halterlöcher für die Bänke ausstemmen

Nummernvergabe und Abbau, verladen in den Transporter

Und noch ein Anhänger ist nötig

Nach einer durchfahrenen Nacht endlich am Standort. Nein, die Anhänger standen über Nacht am Bauplatz.

Der Kran hat überholt und ist auch schon da. Verlegung der Bodenisolation und der Tragbalken.

Erste Stämme werden mit Isolation versehen und gelegt. Der Türrahmen steht. 

Letzte Stämme vor der Decke

Boden, Decke und Dach wird mit Formholz gebaut. 

Dachschilden und Bleche sind angebracht, Dachrinne folgt.

Innenausbau

Elektrifizierung

Und fertig zum Schwitzen

Hier schwitzt das Eisen vor dem Branding. Damit ist Mökki 4 amtlich Weltkulturerbe.

Gut zu erkennen ist, das der Bau über mehrere Monate ging.  Allerdings mit Urlaub und Badesee dazwischen. Und ganz viel Spaß.